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07.05.2019 / Titel / Seite 1

Feiern unter Aufsicht

Repressive Polizeiauflagen für »Fusion«-Festival: Dem größten Kulturprojekt Mecklenburg-Vorpommerns droht das Aus

Michael Merz

Wenn 70.000 Menschen zusammenkommen, um vier Tage lang friedlich, selbstbestimmt und solidarisch zu feiern – dann kann das nach dem Willen der Polizei so nicht weitergehen. Das »Fusion«-Festival, seit 1997 ausgerichtet vom Verein Kulturkosmos, ist das größte unkommerzielle, progressive Kulturfestival Europas. Die Besucher erwarten auf einem früheren Flugplatz der Sowjetarmee Partys und Konzerte, Theater und Kino, Performances und Kunstinstallationen. Alles mit viel Herzblut von etwa 10.000 Mitarbeitern ohne staatliche Förderung geschaffen. Promotion und Werbung müssen draußen bleiben – wie auch die Polizei, die sich bisher mit Fahrzeugkontrollen auf den Zufahrtsstraßen zufriedengab. In der Bilanz der Staatsmacht von 2018 heißt es: »Wie auch in den vergangenen Jahren ohne besondere Vorkommnisse.«

Das Festival soll Ende Juni stattfinden, doch bisher wurde dem Veranstalter die Genehmigung versagt. Denn es gibt neue Auflagen. Uniformierte Beamte sollen anlass...

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