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07.05.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Präsident in Eile

Mexikos Regierung unter López Obrador setzt auf infrastrukturelle Megaprojekte. Indigene wehren sich

Alexander Gorski

Andrés Manuel López Obrador könnte man für einen geduldigen Menschen halten. Immerhin führte der frühere Bürgermeister von Mexiko-Stadt mehr als ein Jahrzehnt lang einen Dauerwahlkampf um die Präsidentschaft des Landes und scheiterte bei den Wahlen 2006 und 2012 nur aufgrund schwerwiegender Manipulationen. Als es ihm bei den Wahlen im vergangenen Juli dann doch gelang, das oberste Staatsamt zu erobern, versprach er ein Ende des Neoliberalismus und den Beginn einer tiefgreifenden Transformation des vom »Krieg gegen die Drogen« und durch Korruption zerstörten Landes. Seitdem scheint der 65jährige wie in Eile.

Das spiegelt sich vor allem in seiner Infrastrukturpolitik wider. Mit Verbündeten aus der Privatwirtschaft plant López Obrador die schnelle Erschließung wirtschaftlich abgehängter Regionen und deren Integration in die nationale Ökonomie durch riesige Vorhaben. »Investitionen in die Infrastruktur sind das effektivste Mittel, um die wirtschaftliche Entwi...

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