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30.04.2019 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Nicht kleinzukriegen

Berliner Filiale des Hostelbetreibers Wombat’s soll geschlossen werden. Belegschaft vermutet die Absicht, den Betriebsrat loszuwerden, und gibt nicht auf

Elmar Wigand

Wie die 35 Beschäftigten vom Wombat’s City Hostel in Berlin am 27. März erfuhren, soll die Herberge am 31. August geschlossen werden. Das ist bundesweit von Bedeutung und dürfte auch internationale Resonanz erzeugen. Denn diese Wombat’s-Filiale ist das erste Hostel in Deutschland, dessen Belegschaft mit der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) einen Betriebsrat gegründet und einen Tarifvertrag erstreikt hatte. Beschäftigte und Unterstützer vermuten in der geplanten Schließung nun eine »Vergeltung für gewerkschaftliche Organisierung«.

Obwohl das Management die ganze Palette des Union Busting – der professionellen Gewerkschaftsbekämpfung – nutzte, konnten sich Betriebsrat und Gewerkschaft ab 2015 nicht nur halten, sondern mehr als 80 Prozent der Belegschaft organisieren. Kündigungsversuche, Verleumdung und die Anfechtung der Betriebsratswahl halfen dem Management nicht. Seit März 2016 regelt eine erfolgreiche Betriebsvereinbarung den Urlaubsanspr...

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