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26.04.2019 / Feuilleton / Seite 10

Mit einem kläglichen »Zugegeben«

Vielfalt an sich ist kein Wert, Naivität auch nicht: Theater der Zeit hat versucht, mit Rechten zu sprechen

Kai Köhler

Wenn die AfD zwar keine Kultur hat, so hat sie doch eine Kulturpolitik. Diese ist vorwiegend destruktiv: Sie will das Geld streichen, wo sie die »links-grün verseuchten 68er« (Parteichef Jörg Meuthen) am Werk sieht. Dabei geht es gegen missliebige Inhalte, aber auch gegen Einzelpersonen, die sich gegen die Rechten stellen. Als der Intendant des Berliner Friedrichstadtpalasts, einer nun wirklich nicht revolutionären Einrichtung, vor der AfD warnte, wollte die seine Subventionen um 12,6 Prozent kürzen. Das entsprach ihrem Berliner Ergebnis bei der Bundestagswahl 2017. Offensichtlich ging es nicht um eine ernsthafte Etatplanung, sondern um Symbolpolitik für die eigene Wählerschaft. Doch wie schnell aus Propaganda wirkliche Repression werden kann, lässt sich in Ungarn und Polen beobachten. Wenn die Monatszeitschrift Theater der Zeit im Aprilheft den Schwerpunkt »Umkämpfte Vielfalt. Das Theater und die AfD« setzt, hat das also Gründe.

Es gibt in diesem gegen d...

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