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24.04.2019 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Bitterfelder Weg

Ronald Weber

Auf den Tag genau vor 60 Jahren trafen sich im Bitterfelder Chemierevier Autoren und Funktionäre der SED zu einer vom Mitteldeutschen Verlag ausgerichteten Tagung, die das kulturelle System der DDR nachhaltig verändern sollte. Unter dem Motto »Greif zur Feder, Kumpel! Die sozialistische Nationalkultur braucht dich!« rief Walter Ulbricht, der Vorsitzende der SED, dazu auf, die »Trennung von Kunst und Leben« zu überwinden und an die Stelle der »Entfremdung zwischen Künstler und Volk« eine »sozialistische Nationalkultur« zu setzen.

Was darunter genau zu verstehen und was das eigentliche Wesen des Bitterfelder Weges sei, wie die von der Konferenz ausgehende Kampagne später genannt wurde, war in den kommenden Jahren immer wieder Gegenstand von Debatten. Der Hintergrund scheint indes klar: Die SED hatte 1957 – auch in Reaktion auf die Krise, in die sie nach dem 17. Juni 1953 und dem damit einhergehenden Zerwürfnis mit vielen Künstlern geraten war – eine Kulturr...

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