Gegründet 1947 Mittwoch, 21. August 2019, Nr. 193
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
23.04.2019 / Inland / Seite 5

Pflege bleibt Armutsfalle

Bundesregierung weiß nicht, wie viele Menschen für Angehörige sorgen. Auch nach Gesetzesnovelle rutschen diese häufig in den finanziellen Ruin

Susan Bonath

Die Menge der Bierproduktion, die Anzahl der zu Ostern gelegten Eier oder der Touristen, die in Hotels übernachten: All dies erfasst das Statistische Bundesamt in Deutschland sehr präzise. Nur dort, wo es unangenehm wird, schaut man lieber nicht so genau hin. Zum Beispiel bei der Pflege. Die Missstände in Heimen, vor allem durch den Personalmangel, sind bekannt. Hinzukommt, dass die Unterbringung in Heimen für Pflegende und Angehörige schnell sehr kostspielig werden kann. Doch häusliche Pflege ist ebenfalls eine Armutsfalle. Wie viele sind betroffen? Die Bundesregierung weiß es nicht. Das räumte sie in einer Antwort an die Linke-Abgeordnete im Bundestag, Sabine Zimmermann, ein, die junge Welt vorliegt.

Die Kassen erfassen pflegende Angehörige demnach nicht grundsätzlich, sondern nur dann, wenn sie rentenversicherungspflichtig sind. So schätzte das Robert-Koch-Institut (RKI) die Zahl der Pflegenden in einer Studie von 2015 zwar auf 4,7 Millionen. Erfasst w...

Artikel-Länge: 4547 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €