Der Schwarze Kanal
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20.04.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Kein Öl für Syrien

Extremer US-Druck: Das Land und seine Unterstützer sollen »vom globalen Finanz- und Handelssystem abgetrennt« werden

Karin Leukefeld

Der letzte Winter hat die Syrer besonders hart getroffen. Es fehlt an Öl, Heizöl und Kochgas. Die im Lande vorhandenen Ressourcen östlich des Euphrat werden von den syrischen Kurden kontrolliert. Gegen Bargeld lassen diese zu, dass Tanklastwagen auf den dortigen Ölfeldern gefüllt werden. Das Geld kommt von syrischen Geschäftsleuten, die das Öl an die Regierung in Damaskus verkaufen.

Syriens Regierung erhält Unterstützung von seinen Verbündeten Russland sowie Iran und neuerdings auch aus dem Irak. Letzterer allerdings gerät dafür ins Visier der US-Administration und wird mit Sanktionen belegt.

Eine Kreditvereinbarung mit dem Iran, wonach dieser an Syrien Öl im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar liefert, wird nach Auskunft des syrischen Ministerpräsident Imad Khamis aktuell neu verhandelt. Vor wenigen Tagen machte der Regierungschef zudem die USA und Ägypten dafür verantwortlich, dass die Öllieferungen aus dem Iran an Syrien seit sechs Monaten blockiert würd...

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