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20.04.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Kriegspläne in Washington

US-Funktionäre diskutieren Invasion in Venezuela. Putschist Guaidó streitet alles ab

André Scheer

Im Februar schien eine ausländische Militärintervention in Venezuela unmittelbar bevorzustehen. Juan Guaidó, der sich wenige Wochen zuvor selbst zum »Übergangspräsidenten« des südamerikanischen Landes erklärt hatte, forderte von den rechtsgerichteten Regierungen des Kontinents, »alle Optionen« müssten auf dem Tisch bleiben, um das »Regime« des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu stürzen. »Alle Optionen« war die Formulierung, mit der die US-Administration bereits im vergangenen Jahr umschrieb, dass sie einen Einsatz ihrer Soldaten gegen Caracas nicht ausschließen wolle.

Rund zwei Monate später scheint zumindest die unmittelbare Kriegsgefahr vorläufig eingedämmt zu sein. Eine Intervention in Venezuela sei »ausgeschlossen«, erklärte Guaidó am vergangenen Montag im Gespräch mit der argentinischen Tageszeitung Clarín. »Wir haben die militärische Option niemals auf den Tisch gelegt«, behauptete er weiter.

Bei seinen Anhängern scheint sich das nicht he...

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