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18.04.2019 / Feuilleton / Seite 10

Wo er das herhat

Brauner Sumpf: Die Verfilmung von Ferdinand von Schirachs »Der Fall Collini«

André Weikard

Elyas M’Barek kommt einem nicht sofort in den Sinn, wenn man die Rolle eines Aufkläreranwalts von NS-Verbrechen in einem Gerichtsdrama zu besetzen hat. Der gelockte Dauerlächler, bekannt aus den Filmen »Fack ju Göhte«, »Fack ju Göhte 2« und »Fack ju Göhte 3«, macht seine Sache in »Der Fall Collini« aber gut. Das liegt zum Teil daran, dass Autor von Schirach, der für die Romanvorlage verantwortlich ist, in all seinen Büchern die immer gleiche Hauptfigur präsentiert: gutaussehender, junger Anwalt, der erstmals mit dem echten Berufsleben konfrontiert wird – und sich auf die Seite des Rechts schlägt, auch wenn ihn das die Karriere kosten kann.

In »Der Fall Collini« wird das durchgenudelte Schema noch einmal gewaltig überstrapaziert. Der Idealist in Anwaltsrobe muss nicht nur der Versuchung widerstehen, seinen Mandanten aufzugeben und sich so den einflussreichen Nebenklägern anzubiedern. Er muss sich zudem noch gegen seine Jugendliebe (Alexandra Maria Lara) st...

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