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17.04.2019 / Feuilleton / Seite 11

Ein Frühlingsmenü für lange Tage

Wiglaf Droste

Das Wichtigste: Küsse (viele). Zeit haben – also sie sich nehmen. Zusammen in der Küche sein. Sprechen. Über alles, das zählt: Wie man wurde, der man ist. Wie es weitergehen kann. Wie man den Kapitalismus weghaut. Oder ihm wenigstens ein Schnippchen schlägt. (In die Eier treten kann man Kapitalisten nicht; wo nichts ist, kann man keinen Treffer landen.) Gemeinsam arbeiten – schneiden, schälen, rühren, was eben anfällt. Alles selber machen. Wissen, dass man für das lange geackert hat und dass man so etwas nicht alle Tage macht. Schmarotzerei und Dekadenz sind abstoßend; selbst erarbeitete Freude ist ein Genuss. (Psychologen – Betonung auf logen – labern von einem »Belohnungssystem«. Bullshit, forget it.)

Rosen auf den Tisch stellen. (Tulpen oder Ranunkeln und selbst Veilchen sind auch schön.) Das Best...

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