Der Schwarze Kanal
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17.04.2019 / Ausland / Seite 7

Streik politisiert sich

Polen: Schikanen und Drohungen gegen Lehrer im Ausstand. Regierung will »runden Tisch«

Reinhard Lauterbach, Poznan

In der zweiten Woche ist im Streik der polnischen Lehrer keine Einigung über deren Gehaltsforderungen absehbar. Die Regierung setzt im Gegenteil offenbar verstärkt auf Schikanen und Drohungen. So fordert das Unterrichtsministerium Schulleiter auf, die persönlichen Daten der am Ausstand Beteiligten in eine zentrale Datenbank einzugeben. Die meisten haben sich bisher aus Solidarität mit ihren Kollegen geweigert, dem Folge zu leisten. In einen Spendenfonds zur Unterstützung der Streikenden sind seit Donnerstag letzter Woche rund fünf Millionen Zloty, umgerechnet 1,2 Millionen Euro, eingezahlt worden. Das ist allerhand, aber angesichts von 600.000 Streikenden nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Parallel zu ihrer Hinhaltetaktik schlägt die Regierung für die Zeit nach den Osterfeiertagen die Einberufung eines »runden Tischs« vor, an dem über »Strukturreformen« des Bildungswesens beraten werden soll. Das einzige, was bisher über die Vorschläge der R...

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