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16.04.2019 / Ausland / Seite 7

Kandidaten positionieren sich

Proteste in Algerien dauern an, immer mehr Festnahmen. Nachfolge Bouteflikas umkämpft. Opposition und Protestbewegung diskutieren Optionen

Sofian Philip Naceur

Trotz des Rücktritts von Abdel­aziz Bouteflika von seinem Amt als Präsident Anfang April gehen die Proteste gegen die in Algerien regierenden Eliten unvermindert weiter. Am vergangenen Freitag zogen landesweit erneut Hunderttausende auf die Straße und forderten ein Ende des »Systems« und einen echten politischen Neuanfang. Zwar blieb es bei den Demonstrationen abermals weitgehend friedlich, doch in der Hauptstadt Algier gingen Hundertschaften der Polizei deutlich ruppiger gegen Demonstranten vor als in den Wochen zuvor.

Immer wieder feuerte die Polizei am Place Audin und der Straße Di­douche Mourad Tränengas und Gummigeschosse in die Menge. Auch Wasserwerfer kamen zum Einsatz. Zahlreiche Demonstranten wurden verletzt. Das Auftauchen »bezahlter Schläger« – in der Region auch »Baltagija« genannt – , die versuchen, Unruhe in die Menge zu bringen und Ausschreitungen zu provozieren, häuft sich nach Angaben von Aktivisten. Seitdem der frühere Parlamentspräsiden...

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