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16.04.2019 / Thema / Seite 12

Bauen und leben

100 Jahre Bauhaus (Teil IV). Die Weiterentwicklung der sozialen Frage unter Hannes Meyer 1928–1930

Andreas Hartle

Die architektonischen Bilder des Bauhauses wurden mit der Perspektive einer auf Gleichheit ausgerichteten Gesellschaft verknüpft. Bei aller Unschärfe wurden dabei sozialistische Zukunftsvorstellungen formuliert – unter Walter Gropius jedoch ohne Bezug zum Marxismus, geschweige denn zur Arbeiterbewegung.

Hannes Meyer (1889–1954), sein Nachfolger als Bauhaus-Rektor, forderte »Volksbedarf statt Luxusbedarf« und übte Kritik an Gropius: »Der Würfel war Trumpf, und seine Seiten waren gelb, rot, blau, weiß, grau, schwarz. Diesen Bauhaus-Würfel gab man dem Kind zum Spielen und dem Bauhaus-Snob zur Spielerei«.¹ Meyer kritisierte den Formalismus, der sich am Bauhaus unter Gropius entwickelt und den Luxusbedarf der Bourgeoisie bedient hatte. Gleichwohl konnte er sich auf einen großen Schatz an Formerfahrungen am Bauhaus vor seiner Zeit als Rektor stützen, und die Form blieb auch unter Meyers Rektorat ein wichtiges Arbeitsfeld.

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Hannes Meyer wu...

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