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15.04.2019 / Feuilleton / Seite 11

Es geht auch um Magie: Streit um »Queer-Theorie« spitzt sich zu

Markus Bernhardt

Es gibt Debatten, die kann kaum einer nachvollziehen, der für seinen Lebensunterhalt sorgen muss, und längst ist keine Debatte mehr zu absurd, um nicht in aller Form eskalieren zu können. Ein Paradebeispiel ist die »Queer-Theorie«, deren Anhänger immer schon sehr randständig und realitätsfern argumentierten, neuerdings tun sie es immer aggressiver und wütender.

Ihrer Überzeugung nach ist neben der sexuellen auch die geschlechtliche Identität durch äußere Handlungen erzeugbar. Das körperliche Geschlecht ist also keine Gegebenheit mehr, sondern Konstrukt. Beim vergangenen Parteitag der Linken in Bonn führte diese Annahme dazu, dass sich ein äußerlich rein männlicher Kandidat auf Listenplätze bewarb, die für Frauen reserviert waren. Das nicht etwa, weil er eine Geschlechtsumwandlung begonnen hatte oder wenigstens plante, sondern einzig, weil er sich zum Zeitpunkt der Aufstellung als Frau fühlte. Fünf Minuten später kann das schon wieder ganz anders aussehen.

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