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15.04.2019 / Ausland / Seite 2

»Es herrscht ein Klima der Unsicherheit«

Im Niger sterben trotz ausländischer Militärpräsenz immer mehr Zivilisten bei terroristischen Anschlägen. Ein Gespräch mit Moussa Tchangari

Ina Sembdner

Wie beurteilen Sie die aktuelle Lager im Niger?

Die Situation ist sehr schwierig, vor allem für die einfachen Leute, die besonders unter der schlechten Sicherheitslage leiden. Vor allem der Westen des Landes an der Grenze zu Mali hat sich destabilisiert. Es herrscht ein Klima der Unsicherheit mit Angriffen terroristischer Gruppen. Tausende von Menschen werden gezwungen, ihre Dörfer zu verlassen. In der Region Diffa an der Grenze zum Tschad gibt es rund 100.000 Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden. Die Lage ist aber nahezu im ganzen Land schwierig, es gibt Konfliktzonen und andere Zonen wie die Hauptstadt Niamey mit extremer Armut. Mehr als zwei Millionen Menschen haben kaum Zugang zu staatlicher Unterstützung.

Wie bewerten Sie die starke ausländische Militärpräsenz im Land?

Niger ist zu einer Art Treffpunkt für ausländische Mächte geworden. Da gibt es Frankreich, das seine ganzen alten Basen reokkupiert hat, vom Luftstützpunkt in Niamey bi...

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