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15.04.2019 / Titel / Seite 1

Warnung vor Intervention

Libyen kommt nach von NATO herbeigeführtem Sturz Al-Ghaddafis vor acht Jahren nicht zur Ruhe

Knut Mellenthin

Die Kämpfe zwischen libyschen Milizen um die Hauptstadt Tripolis gehen weiter. Italiens Regierungschef Giuseppe Conte warnte am Sonnabend vor einer ausländischen Militärintervention. Sie könne keine politische Lösung der Konflikte bringen, würde aber »das ernste Risiko« einer »humanitären Krise« erhöhen. Jedes Eingreifen von außen in den Bürgerkrieg könnte dazu führen, dass etliche Libyer über das Mittelmeer nach Europa zu flüchten versuchen, sagte Conte.

Worauf sich seine Warnung vor einer ausländischen Militärintervention bezog, blieb ungewiss, da gegenwärtig niemand öffentlich darüber diskutiert. Gemeint sein könnte vor allem Frankreich, das Italiens Hauptrivale im Ringen um wirtschaftlichen und politischen Einfluss in Libyen ist. Dabei geht es zum einen um die erheblichen Ölvorkommen des Landes, an denen der italienische Mineralölkonzern ENI zu 45 Prozent und die französische Total zu zehn Prozent beteiligt ist.

Beide Staaten sind an stabilen Verhältn...

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