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13.04.2019 / Titel / Seite 1

Most unwanted terrorist

Während europaweiter Fahndung nach Anis Amri leitete der Verfassungsschutz einen Hinweis auf den gesuchten Attentäter nicht an die Polizei weiter

Claudia Wangerin

Anis Amri war der meistgesuchte Mann Europas, als es der deutsche Inlandsgeheimdienst nicht für nötig hielt, einen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort an die Polizei weiterzuleiten. Im Untersuchungsausschuss des Bundestags zum Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt wurde am Donnerstag abend aus dem entsprechenden Aktenvermerk des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) vom 22. Dezember 2016 zitiert.

Am Tag nach dem Anschlag vom 19. Dezember 2016 war der Tunesier Anis Amri als derjenige identifiziert worden, der mit dem Lkw in die Menschenmenge auf dem Breitscheidplatz gerast war. Am 22. Dezember lief die Fahndung auf Hochtouren. Am Morgen dieses Tages hatte der Hinweisgeber beim BfV angerufen und berichtet, Amri am Vorabend auf einem Parkplatz in Frankreich gesehen zu haben. Der Gesuchte habe nach Aussage des Mannes in einem Peugeot gesessen und nach dem Weg nach Lyon gefragt. Später habe der Anrufer Fahndungsfotos von Amri in der Zeitung gesehen un...

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