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12.04.2019 / Feuilleton / Seite 11

Die Uniform sitzt nicht

Reaktionäre Analogien: James Kents Nachkriegsfilm »Niemandsland – The Aftermath«

Felix Bartels

Dass der deutsche Verleihtitel das zeitliche »Aftermath« des Originals in eine räumliche Metapher überträgt, mag der Not geschuldet sein, im Deutschen keine griffige Entsprechung zu haben. Jenes Nachwirken als höchst aktives Fortwirken der Vergangenheit im Gegenwärtigen meint in diesem Film, der auf deutsch »Niemandsland« heißt, zweierlei: die politische Situation nach dem Zweiten Weltkrieg und den Seelenzustand einer Frau, die ihr Kind verloren hat. Der in Hamburg stationierte Offizier Lewis Morgan (Jason Clarke) erhält Besuch von seiner Frau Rachael (Keira Knightley). Die britische Armee beschlagnahmt die Villa des Architekten Stefan Lubert (Alexander Skarsgård) als Wohnraum für das Paar, doch Lewis schlägt vor, dass Lubert und seine Tochter Freda (Flora Thiemann) mit ihnen unter einem Dach wohnen bleiben. Ziemlich bald verlieben sich Rachael und Lubert, am Hass der strammen Freda und dem Desinteresse des stets beschäftigten Lewis vorbei.

Bereits als Ch...

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