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12.04.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Freispruch fürs Bankgeheimnis

Schweizer Justiz verurteilt deutschen »Chefaufklärer« des »Cum-Ex«-Komplotts zu Geldstrafe

Ralf Wurzbacher

Eckart Seith hat Schuld auf sich geladen. Das jedenfalls finden die Richter des Bezirksgerichts Zürich. Wegen Anstiftung zu einem Verstoß gegen das Schweizer Bankengesetz verurteilten sie den Stuttgarter Wirtschaftsjuristen am Donnerstag morgen zu einer Geldstrafe von 165.600 Franken.

Es hätte noch viel schlimmer kommen können für den Deutschen. Die Staatsanwaltschaft wollte ihn wegen Wirtschaftsspionage, Verrat von Geschäftsgeheimnissen und Verletzung des Bankengeheimnisses zur Rechenschaft ziehen. Dafür hätte er in der Alpenrepublik dreieinhalb Jahre lang in den Knast einfahren können. Sollte er sich deshalb nicht über den Entscheid freuen? Mitnichten. Seith zürnte anschließend über »ein schmutziges Urteil nach einem schmutzigen Verfahren«, und sein Anwalt kündigte umgehend Berufung an.

In Deutschland ist Seith so etwas wie ein Held, wenngleich keiner, der auf allen Kanälen schillert. Für ihn wurde sogar eine Kampagne angestoßen, durch die »Bürgerbewegu...

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