Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
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10.04.2019 / Feuilleton / Seite 11

Von Traktoren träumen

Tempo sozialistischen Fortschritts: Heiner Müllers »Die Umsiedlerin« am Deutschen Theater Berlin

Jakob Hayner

Die sechziger Jahre: Fast sah es so aus, als würde sich die Menschheit nach Faschismus und Weltkrieg doch noch einmal besinnen. Selbst der Kapitalismus im Westen tat in Teilen – nicht in den Kolonien freilich – ein bisschen pseudozivilisiert, so dass sich die Sozialdemokratie endgültig von dem Gedanken verabschiedete, ihn zu bekämpfen. Im Osten galt es, eine Gesellschaft ohne die Herrschaft des Kapitals aufzubauen. So breitete sich hier wie dort Fortschrittsoptimismus aus, der allerdings nur dort eine Basis hatte, wo man wirklich begann, aus der Epoche des bornierten Privatproduzententums in die neue Zeit der bewussten Erzeugung von Gebrauchswerten einzutreten. Doch am Kommunismus ist das Schwierigste der Weg zu ihm. Selbst wenn ihn alle wollen würden, wäre es eine erhebliche Aufgabe. Und dann gibt es noch all jene, die ihn nicht wollen oder aufgrund ihrer sozialen Stellung nicht wollen können. Ohne Widersprüche wäre man dreimal schneller im Kommunismus, ...

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