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09.04.2019 / Inland / Seite 4

Richter schämt sich für Staatsgewalt

Homophober Übergriff in Köln dürfte Nachspiel für Polizeischläger haben

Markus Bernhardt

Auch einige Tage später sorgt das Vorgehen eines Kölner Richters noch für Aufsehen. So kämpfte dieser am vergangenen Freitag bei einer Urteilsverkündung vor dem Landgericht der Domstadt mehrfach mit den Tränen und entschuldigte sich als Vertreter eines Staates, den er für »einen der bestmöglichen« halte. Und »als solcher schäme ich mich im Grunde. Sofern es an mir ist, bitte ich den Angeklagten für den Staat um Entschuldigung«, sagte er einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers vom Freitag zufolge.

Was war geschehen? Bereits in der Nacht zum 4. Juli 2016 war Sven W. am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Köln von Polizisten geschlagen, misshandelt und festgenommen worden. In einem hundertfach geteilten Facebook-Post hatte der junge schwule Mann kurz danach beschrieben, wie er im McDonald’s-Ladenlokal am Dom vor den Toiletten von den Beamten niedergeschlagen und gefesselt wurde. Noch in der Zelle wurde der Betroffene von den Beamten erniedrigt und get...

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