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09.04.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Kritische Phase auf Algeriens Straßen

Noch eint Protestbewegung gemeinsames Ziel, aber Konfliktlinien brechen auf

Sofian Philip Naceur

In Algerien wird weiter demonstriert. Während freitags nach wie vor landesweit die Massen friedlich und meist ausgelassen durch die Straßen ziehen, mobilisieren unter der Woche Studenten, Anwälte und zivilgesellschaftliche Gruppen unvermindert und protestieren für einen echten Systemwechsel. Doch die extrem heterogene Protestbewegung bekommt erste Risse, interne Streitigkeiten nehmen zu, werden heftiger und nachdrücklicher. Während die machtpolitisch motivierten Flügelkämpfe zwischen den unterschiedlichen Regimefraktionen an Fahrt aufnehmen, droht die Protestbewegung zwischen diesen Fronten zerrieben, vereinnahmt oder gespalten zu werden.

Noch haben Linke, Liberale und die in Algerien stark vertretenen Konservativen dasselbe Ziel: die alten Eliten heimschicken, die für das jahrzehntelange Plündern der Staatskassen verantwortlich sind. Doch vor allem Frauen, die seit einigen Wochen immer expliziter ihre Rechte in einem neuen A...

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