Der Schwarze Kanal
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08.04.2019 / Feuilleton / Seite 11

Der Drache beißt noch

Die Revolution ist einfach zuviel: Sebastian Baumgarten inszeniert Michail Ossorgins Roman »Eine Straße in Moskau« am Staatsschauspiel Dresden

Erik Zielke

»Arbeiter und Kolchosbäuerin« heißt eine der berühmtesten plastischen Arbeiten des sozialistischen Realismus. Die beiden aus Edelstahl gefertigten Figuren treten im gleichen Schritt scheinbar, der Zukunft zugewandt, nach vorne, über ihren Köpfen Hammer und Sichel erhoben. Bis heute prägt die Statue der Bildhauerin Wera Muchina das Moskauer Stadtbild und hat als Logo der Filmproduktionsfirma Mosfilm Bekanntheit weit über die Grenzen des Landes hinaus erreicht.

In der multifunktionalen Bühne von Christina Schmitt befindet sich ein Abbild der Plastik über einem begehbaren Holzturm. Auch auf den zwei Leinwänden, auf denen durch Videoeinspielungen (Philipp Haupt) das Bühnengeschehen kommentiert wird, sind Arbeiter und Kolchosbäuerin zu sehen. Kein Zufall, treibt doch der Regisseur Sebastian Baumgarten ein doppeltes Spiel und lässt die Geschichte der Revolution vorführen, indem die Schauspieler einen fiktiven Film darüber drehen. Aus einer unbestimmten Zukunft ...

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