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06.04.2019 / Inland / Seite 2

»Werden uns nicht auf Senat verlassen«

Linkes Kneipenkollektiv in Berlin leistet nach Kündigung Widerstand gegen internationalen Immobilienkonzern. Ein Gespräch mit Lukas Selchow*

Ralf Wurzbacher

Obwohl das Kneipenkollektiv »Syndikat« in Berlin-Neukölln schon vor über drei Monaten hätte dichtmachen müssen, halten Sie und Ihre Mitstreiter weiterhin die Stellung. Zuvor war Ihnen nach über 33 Jahren der Mietvertrag vom Eigentümer gekündigt worden (siehe jW vom 11.2.). Wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Die Gegenseite hat am 14. Januar eine Räumungsklage gegen uns eingereicht. Im Moment warten wir auf einen Termin für die Verhandlung. Ansonsten hat das Syndikat wie immer geöffnet, und der Betrieb läuft wie gehabt.

Wann ist mit einem Urteil zu rechnen?

Die Gerichte in Berlin sind chronisch überlastet. Bis es zu einer Verhandlung kommt, könnte es noch mindestens bis Mitte des Jahres dauern.

Was haben Sie juristisch gegen den Eigentümer des Hauses, die in London ansässige »Pears Global Real Estate« bzw. ihr deutsches Tochterunternehmen, in der Hand?

Es gibt kleinere Unregelmäßigkeiten, im großen und ganzen scheint allerdings alles rechtlich sauber zu ...

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