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22.02.2003 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Kirchenmäuse

Ein akribisches Buch über Besitzstände der beiden großen christlichen Kirchen in der Bundesrepublik

Gisela Frielinghaus

Der Titel »Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland« ist gut gewählt. Es geht um beides – Finanzen und Vermögen, um mehr als 250 Milliarden Euro, wie der Autor vorrechnet.

Es beginnt mit den Kirchensteuern. Im Artikel 140 des Grundgesetzes ist festgelegt, daß einige Artikel der Weimarer Verfassung zu seinen Bestandteilen gehören, darunter Artikel 136, in dem es heißt: »Niemand ist verpflichtet, seine religiöse Überzeugung zu offenbaren.« Dieser Artikel wird bereits verletzt, wenn der Staat mit Hilfe des »Arbeitgebers« die Kirchensteuer für die christlichen Großkirchen, die römisch-katholische und die evangelische, einzieht.

Das staatliche Inkasso erfolgt faktisch zum Nulltarif, und es müssen auch nicht alle die Sätze von acht bis neun Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer bezahlen. Frerk führt den Fall des Schauspielers Günter Strack an, der seinerzeit trotz Rabatts noch 73000 DM Kirchensteuern bezahlen sollte. Nach einem Protest wurden ihm 20...



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