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04.04.2019 / Inland / Seite 8

»Hamburg kann sich nicht mehr hinter Bund verstecken«

Mietenexplosion auch in Hansestadt. Die Linke will Kosten deckeln. Taube Ohren bei SPD und Grünen. Gespräch mit Heike Sudmann

Kristian Stemmler

Um die Wohnungsnot in Hamburg in den Griff zu kriegen, hat Ihre Fraktion einen sogenannten Mietendeckel ins Gespräch gebracht. Was ist damit gemeint?

Deckel drauf heißt, dass die Miete nicht weiter steigt. Ob sich das auf die heutige individuelle Miethöhe bezieht oder auf einen zurückliegenden Stichtag, wird derzeit noch diskutiert. Wie bei anderen Maßnahmen wäre der Deckel zunächst auf fünf Jahre begrenzt, eine Verlängerung möglich. Neubauten blieben außen vor.

Welche positiven Effekte hätte das für den Wohnungsmarkt der Stadt?

Für Mieterinnen und Mieter hieße das, fünf Jahre oder auch länger keine Erhöhung der Miete fürchten zu müssen. Bisher darf die in Hamburg innerhalb von drei Jahren um 15 Prozent erhöht werden. Die Verdrängung aus den Stadtteilen könnte damit abgebremst werden. Ein Mietendeckel ist übrigens kein Teufelsding: Bis 1974 gab es in Hamburg bereits eine Begrenzung der Wohnkosten.

Der Vorstoß Ihrer Fraktion wurde durch den Beitrag eines J...

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