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04.04.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Fallstrick für Westminster

»Brexit«-Folgen für Konflikt zwischen Republik Irland und Nordirland erschweren Einigung im britischen Parlament

Christian Bunke, Manchester

Im Jahr 1922 blickte der konservative Politiker Winston Churchill von Großbritannien nach Irland und versank in tiefe Depression. Die gesamte Landkarte des europäischen Kontinents habe sich durch den Ersten Weltkrieg verändert, heißt es in einem berühmten Zitat. »Aber wenn die Sintflut nachlässt und die Wasser zurückgehen, sehen wir die trostlosen Kirchturmspitzen von Fermanagh und Tyrone erneut auftauchen. Die Unversehrheit ihres Zerwürfnisses ist eine der wenigen Institutionen, die von der Verheerung unverändert blieben, welche die Welt überzog.«

Die Politik des »Teile und herrsche« britischer imperialer Machtansprüche hat auf der irischen Insel einen bis heute ungelösten Konflikt geschaffen. Spätestens mit dem Entschluss einer knappen Mehrheit der britischen Bevölkerung, aus der Europäischen Union (EU) austreten zu wollen, steht die Irland-Frage wieder auf der Tagesordnung. An diesem Donnerstag soll die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den ...

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