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25.03.2019 / Politisches Buch / Seite 15

DDR, postfaktisch

Matthias Krauß hat der »Aufarbeitungsindustrie« aufgeschrieben, was sie nicht lesen will

Arnold Schölzel

Der französische Schriftsteller Vladimir Pozner schrieb zum Verhör Brechts von 1947 durch den US-Kongressausschuss »für unamerikanische Aktivitäten«, man könne meinen, »ein Zoologe sei Gefangener von Affen«. Nach fast 30 Jahren westdeutschen Herrenvolkumgangs mit der DDR lässt sich sagen: Fachleute haben immer noch keine Chance. Und die Aussichten stehen gut, dass das so bleibt. Halluzinationen wie die von »Stasi« und »Unrechtsregime« sind heute Drehachsen von Filmproduktionen (CDU-Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Kosponsorin vom »Gundermann« des Regisseurs Andreas »Es gibt keine Absolution« Dresen, nominierte »ihren« Film am Mittwoch gleich zehnmal für den Deutschen Filmpreis »Lola«) oder von Zeitungen wie der der Roten Hilfe, das Staats-TV entkommunisiert Brecht zum gefühlt 50. Mal. In Zeiten von Aufrüstung, Kriegsvorbereitung und Neufaschisten ist der Bedarf an Antikommunismus besonders groß, vor allem an dem von links bis liberal.

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