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22.03.2019 / Inland / Seite 4

Klare Sympathien

Sächsische Polizei geht mit Linken und Pressevertretern rabiat um

Steve Hollasky

Benjamin und Theo, die ihren kompletten Namen im Gespräch mit jW nicht nennen wollen, wollten am 15. Februar lediglich gegen einen Neonaziaufmarsch protestieren, der jedes Jahr anlässlich der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg stattfindet. Als sie ein Transparent mit der Aufschrift »Refugees welcome« in Richtung der rechten Demonstration entrollen, schreitet die sächsische Ordnungsmacht ein. »Ihr glaubt doch nicht, dass ihr jetzt hier stehen könnt«, zitiert Benjamin einen der Beamten. Und schildert danach, wie sie von der Polizei vertrieben wurden. Selbst diese Protestform scheint den Uniformierten schon zuviel zu sein. Mit auffälliger Härte schreiten diese wenig später auch gegen Blockadeversuche ein.

Zwei Tage zuvor, am 13. Februar, dem Jahrestag des britisch-amerikanischen Luftangriffs, stürmte eine Einheit der sächsischen Bereitschaftspolizei in Räumlichkeiten der Dresdner Kunsthochschule. Johann Bärenklau, einer der Studenten, hatte einen Bu...

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