Gegründet 1947 Sa. / So., 24. / 25. August 2019, Nr. 196
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
21.03.2019 / Inland / Seite 5

Klatsche für Bayer

US-Gericht sieht Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebserkrankung. Dem Konzern droht mit seiner Neuerwerbung Monsanto ein Fiasko

Bernd Müller

Bayer ist angezählt: Am Dienstag (Ortszeit) unterlag der Konzern in einem zweiten Prozess, der wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in den USA geführt wurde. Die Geschworenen in San Francisco haben einstimmig entschieden, das Mittel sei ein wesentlicher Faktor für die Erkrankung des Klägers Edwin Hardeman an Lymphdrüsenkrebs gewesen. Der 70jährige hatte Glyphsat 25 Jahre lang auf seinem Grundstück verwendet.

Unmittelbare Folgen hat das Urteil vorerst nicht. Der zuständige Richter Vince Chhabria hatte das Verfahren auf Antrag von Bayer geteilt. Im ersten Teilprozess sollte wissenschaftlich geklärt werden, ob ein Zusammenhang zwischen Glyphosat und Krebserkrankungen besteht. Erst im zweiten Teil werden die Haftungsfragen geklärt. Dabei geht es auch darum, ob die Bayer-Tochter Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der Schadensersatz ausfallen könnte.

Während sich der Kläger und dessen Anwälte vor Freude in den Armen lagen, zeigten sich ...

Artikel-Länge: 3869 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €