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20.03.2019 / Inland / Seite 5

Bayern bietet Peanuts

Justizopfer Gustl Mollath klagt auf 1,8 Millionen Euro Entschädigung. Freistaat will kaum ein Zehntel berappen

Ralf Wurzbacher

Gustl Mollath rechnet ab. Das vielleicht prominenteste Justizopfer Deutschlands verklagt den Freistaat Bayern auf knapp 1,8 Millionen Euro, weil der ihn über sieben Jahre lang seiner Freiheit beraubt hatte. Am heutigen Mittwoch startet am Landgericht München I ein Verfahren mit Showdowncharakter. Ein Mann, der ein halbe Ewigkeit zu Unrecht und als vermeintlich »Geisteskranker« in der Psychiatrie weggesperrt war, kämpft um Schadensersatz für 2.747 »verlorene Tage«. Ihm gegenüber steht ein Politik- und Justizapparat, der sich in der Angelegenheit bis auf die Knochen blamiert hat und trotzdem weiter den Harten markiert. Das Duell in Zahlen: In dem Zivilprozess um Amtshaftungsansprüche will der 62jährige eine Entschädigung von 1.779.200 Euro durchsetzen, während die Gegenseite lediglich 170.000 Euro als Wiedergutmachung offeriert – etwas über 61 Euro pro Tag.

Mollath wurde 2006 in die geschlossene Anstalt in Bayreuth eingewiesen, weil er seine Exfrau misshand...

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