Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Sa. / So., 14. / 15. September 2019, Nr. 214
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23.03.2019 / Wochenendbeilage / Seite 3 (Beilage)

Der erste Krieg der NATO

Mit den Angriffen auf Jugoslawien 1999 hat das westliche Militärbündnis versucht, sich eine neue Legitimation zu schaffen

Sevim Dagdelen

Der 24. März 1999 markiert eine Zäsur. Der Angriff auf Jugoslawien war der erste Krieg der NATO, und er markiert das Ende der Nachkriegszeit in Europa. Bombardiert wurden vor 20 Jahren Städte und Dörfer Jugoslawiens, systematisch unter Beschuss genommen wurden aber auch das Völkerrecht und die darin verankerte territoriale Integrität von Staaten.

Zur Rechtfertigung der Angriffe hatte Bundeskanzler Gerhard Schröder noch in der ersten Kriegsnacht in einer TV-Ansprache erklärt, die NATO wolle »weitere schwere und systematische Verletzungen der Menschenrechte unterbinden und eine humanitäre Katastrophe im Kosovo verhindern«. Ähnlich argumentierten der britische Premier Anthony Blair und US-Präsident William Clinton. Es war eine von unzähligen Lügen in diesem ersten Krieg der NATO – und den darauffolgenden.

Brigadegeneral Heinz Loquai, Mitglied der Beobachtermission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), stellte der NATO dagegen d...

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