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18.03.2019 / Feuilleton / Seite 11

Mit Brecht im Gefängniskeller

Vielschichtige Widerstandserzählungen – ein denkwürdiger Abend über den Schriftsteller Günther Weisenborn in der Berliner Akademie der Künste

Stefan Amzoll

Instruktiv war diese Veranstaltung unter dem Motto »Bist du ein Mensch, so bist du auch verletzlich«. Bestritten wurde sie von der Badischen Landesbühne mit Evelyn Nagel, René Laier und Carsten Ramm, getragen von der Vertretung des Landes Baden-Württemberg.

Eines wahren Helden wurde gedacht. Günther Weisenborn hatte als Schriftsteller bis 1933 größte Erfolge. Mit großen Neuerern wie Bert Brecht, Helene Weigel, Hanns Eisler, Kurt Weill, Kate Kühl, Ernst Busch und Lotte Lenya half er, eine junge revolutionäre Kunst zu erschaffen. Nach der Einsetzung Hitlers war er als Mitglied der von den Nazis so bezeichneten »Roten Kapelle« mehrmals inhaftiert. Nach der Befreiung war er abermals Repressalien ausgesetzt. Wirklich ein Held? Ja, unter den bundesdeutschen Schriftstellern zählte er zu denen, die das Land bitter nötig hatte. Angesichts des neuerlichen Einbruchs der Barbarei wäre es wichtig, sein Werk breit zu publizieren. Aber es gibt Probleme.

Interesse ist zw...

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