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16.03.2019 / Inland / Seite 2

»Bewegung hat mit ›Lebensschutz‹ nichts zu tun«

Bündnis mobilisiert gegen den rechten »1.000-Kreuze-Marsch« in Münster. Ein Gespräch mit Hannes Draeger

Markus Bernhardt

Am kommenden Sonnabend findet in Münster erneut der sogenannte 1.000-Kreuze-Marsch statt. Was hat man sich darunter vorzustellen? Wer sind die Organisatoren und Unterstützer?

Es handelt sich dabei um einen Marsch radikaler Abtreibungsgegner. Sie sprechen Frauen das Recht ab, sich selbstbestimmt für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden zu können. Dahinter steckt die Organisation »Euro Pro Life« aus Bayern, das Flaggschiff dieser »Lebensschützer«-Bewegung in Deutschland: Ein Sammelsurium aus ultrakonservativen und christlich-fundamentalistischen Gruppen. AfD-Mitglieder und Nazischläger waren in der Vergangenheit ebenfalls gern gesehene Teilnehmer dieser Aufmärsche. Mit »Lebensschutz« hat diese Bewegung rein gar nichts zu tun: Sie trifft man weder auf den »Seebrücke«-Demonstrationen zur Unterstützung der Seenotrettung im Mittelmeer noch bei Blockadeaktionen deutscher Rüstungskonzerne an. Ihnen geht es einzig und allein darum, Frauen zu bev...

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