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15.03.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Beruhigungspillen fürs Volk

Algeriens Staatschef Bouteflika verlängert seine Amtszeit. Die Massenproteste gegen seinen Machtapparat halten an

Sofian Philip Naceur

Algeriens Protestbewegung gibt nicht auf. Nachdem die seit Wochen anhaltende beeindruckende Massenmobilisierung auf den Straßen des nordafrikanischen Landes die regierenden Eliten Anfang der Woche erstmals zu einer nennenswerten Reaktion gezwungen hat, wird seither munter weiterdemonstriert. Auch für den heutigen Freitag wird wieder mit landesweiten Großdemonstrationen gegen Algeriens herrschende Klasse und für einen echten politischen Neuanfang gerechnet. Die von Staatschef Abdelaziz Bouteflika per Brief verkündete politische Übergangsphase und das Verschieben der ursprünglich für Mitte April geplanten Präsidentschaftswahlen werden seitens oppositioneller Parteien, aber vor allem der Zivilgesellschaft und der weiterhin täglich durchs Land ziehenden, überwiegend jugendlichen Demonstranten als das bezeichnet, was sie sind: politisch motivierte Beruhigungspillen.

Per Dekret hatte Bouteflika – bzw. die hinter ihm Druck machenden Fraktionen in Algeriens fr...

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