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15.03.2019 / Inland / Seite 2

»Gezieltes Vorgehen gegen Wohnungslose«

Ordnungs- und Servicedienst der Stadt Düsseldorf setzt eine Vertreibungs- und Verdrängungsstrategie um. Ein Gespräch mit Johannes Dörrenbächer

Markus Bernhardt

Am Montag stand Ihr Arbeitskollege, der Streetworker Oliver Ongaro, in Düsseldorf vor Gericht. Ihm wurde vorgeworfen, eine Mitarbeiterin des Ordnungs- und Servicedienstes der Stadt Düsseldorf (OSD) attackiert zu haben. Wie ist der Prozess gelaufen?

Es haben drei OSD-Mitarbeitende als Zeugen ausgesagt. Alle drei haben sich widersprochen. Insbesondere der letzte OSD-Mitarbeiter hat sich so sehr in Widersprüche verwickelt, dass ihm sogar die Staatsanwaltschaft am Ende nicht mehr so recht glauben wollte. Da nun noch weitere Zeugen gehört werden sollen, ist ein zweiter Termin am 27. März vereinbart worden. Die Zeugenaussagen – vor einem großen solidarischen Publikum für meinen Kollegen – haben die Unglaubwürdigkeit der Vorwürfe aufgezeigt.

Mitarbeiter des OSD sollen schon in der Vergangenheit durch Schikanen und Übergriffe aufgefallen sein. Haben Sie ein Beispiel parat?

Wir haben mehrere dokumentierte Beispiele. Einmal wurde einem Fiftyfifty-Verkäufer vorgewor...

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