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13.03.2019 / Ansichten / Seite 8

Neue Schwäche

Drohungen des US-Botschafters

Jörg Kronauer

Der Mann mit den Drohbriefen hat wieder zugeschlagen. Kaum zwei Monate ist es her, dass Richard Grenell mehreren deutschen Unternehmen in einem Schreiben Sanktionen ankündigte, sollten sie nicht die Finger von der Pipeline »Nord Stream 2« lassen, da erhält nun auch der Bundeswirtschaftsminister Post vom US-Botschafter in Berlin. Die Bundesregierung solle es sich genau überlegen, ob sie Huawei am Aufbau des deutschen 5G-Netzes teilnehmen lasse, warnt Grenell: Tue sie das, dann zögen die USA Konsequenzen und tauschten Geheimdienstinformationen nicht mehr im bisherigen Umfang aus. Der BND zieht bekanntlich großen Gewinn aus der Kooperation mit den US-Partnerbehörden.

Es ließe sich immer noch argumentieren. Zum Beispiel darauf hinweisen, dass laut Snowden-Papieren die NSA jahrelang den E-Mail-Verkehr der halben Belegschaft in der Huawei-Zentrale inklusive des Konzernchefs mitgeschnitten hat, ohne nur einen einz...

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