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12.03.2019 / Feuilleton / Seite 10

Flüstern im Kopf

Klamauk und ernsthafte Betrachtung: Büchners »Woyzeck« am Staatstheater Schwerin

Erik Zielke

Jeder Mensch ist ein Abgrund; es schwindelt einem, wenn man hinabsieht«, heißt es In Georg Büchners Fragment gebliebenem Stück »Woyzeck«. Von großer Geldnot geplagt, arbeitet der Soldat Franz Woyzeck als Diener für seinen Hauptmann und muss sich zusätzlich als menschliches Versuchskaninchen bei einem Arzt verdingen, der ihm zur Ernährung nur Erbsen gestattet. Er hat ein uneheliches Kind mit Marie, die er finanziell zu unterstützen versucht. Von Arzt und Hauptmann gedemütigt, argwöhnt er, dass Marie ein Verhältnis mit dem Tambourmajor eingegangen ist. Körperlich und geistig am Ende wird Woyzeck zum Mörder seiner Geliebten.

Regisseurin Alice Buddeberg will menschliche Abgründe zeigen, die Premiere ihrer 75minütigen »Woyzeck«-Inszenierung ging am 8. März über die Bühne des E-Werks, einer Nebenspielstätte des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin. In einer Pfützenlandschaft erhebt sich eine Schräge, zum Teil noch mit Fliesen besetzt, zum anderen Teil lieg...

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