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12.03.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Brückenkopf in Eurasien

Zbigniew Brzezinski hat die US-Strategie der NATO-Expansion beschrieben

Jörg Kronauer

Zielten deutsche Strategen bei der NATO-Osterweiterung unter anderem darauf ab, den Seitenwechsel der ost- und südosteuropäischen Staaten zu festigen und die Bundesrepublik aus ihrer alten Rand- in eine günstige Mittellage zu bringen, so hatten US-Strategen anderes im Blick. Exemplarisch beschrieben hat den zugrundeliegenden Gedanken Zbigniew Brzezinski, einst Nationaler Sicherheitsberater von US-Präsident James Carter (1977–1981) und bis zu seinem Tod im Mai 2017 eine recht gewichtige Stimme im außenpolitischen US-Establishment. Wollten die Vereinigten Staaten ihre globale Machtposition sichern, schrieb Brzezinski in seinem Bestseller »The Grand Chessboard«, der 1997 fast zeitgleich zum Beginn der Beitrittsverhandlungen für die erste Runde der NATO-Osterweiterung erschien, dann müssten sie auf »Eurasien« achtgeben, die riesige Landmasse, die Europa und Asien zusammen bildeten – von Lissabon bis Wladiwostok.

Denn, so erläuterte es Brzezinski: »Eurasien« k...

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