Gegründet 1947 Mittwoch, 19. Juni 2019, Nr. 139
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09.03.2019 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Auf dem Weg in den Wissenschaftsimperialismus«

Gespräch mit Raina Zimmering. Über vermeintliche Unabhängigkeit universitärer Forschung und Widerstand durch lokale wie transnationale Vernetzung

Christa Schaffmann

Wenn man in diesen Tagen mit einer Lateinamerikawissenschaftlerin spricht, kommt man um Venezuela nicht herum. Die USA haben sich klar auf die Seite Juan Guaidós gestellt und wollen Präsident Nicolás Maduro in die Knie zwingen. Über ein militärisches Eingreifen wird bereits spekuliert. Neben Deutschland haben auch mehrere andere EU-Staaten Guaidó als Interimspräsidenten anerkannt. Wie schätzen Sie die Lage ein?

Meines Erachtens geht es um mehr als um Venezuela. Es geht um die Positionierung des Kontinents, der während der vergangenen 20 Jahre ein Experiment der Hoffnung auf eine gerechte und alternative Zukunft darstellte. Leider hat sich diese Hoffnung weitgehend zerschlagen – siehe Brasilien mit seiner rechtskonservativen bis faschistischen Regierung unter Jair Bolsonaro. Er ist ganz scharf darauf, an der Seite der USA in Venezuela zu intervenieren. Juan Guaidó würde ein ähnliches Regime wie das in Brasilien hervorbringen und den Kontinent noch weiter i...

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