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09.03.2019 / Ausland / Seite 6

Völkermord juristisch irrelevant

US-Gericht weist Klage von Herero und Nama gegen Deutschland ab

Christian Selz, Kapstadt

Ein Gericht in den USA hat am Mittwoch die Entschädigungsklage von Vertretern der namibischen Herero und Nama zurückgewiesen (siehe jW-Meldung vom 8. März). Bis zu 100.000 Menschen, so schätzen Historiker heute, wurden von deutschen Truppen zwischen 1904 und 1908 im damaligen Deutsch-Südwestafrika und heutigen Namibia umgebracht. Auch infolge des Landraubs durch die Kolonialisten leben die Angehörigen der beiden Volksgruppen heute mehrheitlich in Armut. Die Bundesregierung hatte das Verfahren stets blockiert. Statt dessen verhandelt Berlin seit 2015 mit der Regierung in Windhoek – unter Ausschluss von Herero- und Nama-Gesandten – über eine Entschuldigung und mögliche Entschädigungsregelungen. Obwohl bis Ende 2016 eine Verständigung angekündigt worden war, blieben die Treffen bis heute weitgehend ergebnislos.

Mit der Klage vor einem US-Gericht wollten die Herero- und Nama-Verbände deswegen 2017 zusätzlichen Druck aufbauen. Die Erfolgsaussichten des Gericht...

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