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08.03.2019 / Inland / Seite 5

Krach in Wolfsburg

VW-Mehrheitseigner Wolfgang Porsche reitet Attacke gegen Betriebsrat. Konzern müsse auf Kürzungsprogramme setzen. Chinageschäft entscheidend

Stephan Krull

Im Dezember 2015, als der Abgasbetrug noch frisch und die Folgen unabsehbar waren, hatte Wolfgang Porsche Tränen der Rührung in den Augen bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg, als die Facebook-Gruppe »Wir halten zu VW, egal was passiert« vorgestellt wurde. Mit erstickender Stimme dankte er der Belegschaft, als ein T-Shirt mit dem Spruch »VW und IGM – ein Team, eine Familie« tausendfach verteilt wurde. Die Facebook-Gruppe ist nur noch ein Schatten ihrer selbst und die IG Metall wird von den wahren Verhältnissen eingeholt.

Vom Genfer Autosalon meldete sich der Sprecher des Porsche-Piëch-Clans am Dienstag abend mit einer Kriegserklärung an die Belegschaft, die Gewerkschaft und den Betriebsrat von VW: Behäbig seien die Wolfsburger Autobauer. »Ich habe ja nichts gegen Mitbestimmung, aber …«, so der Enkel von Ferdinand Porsche, dem Firmengründers der heutigen VW-Tochter, und mit zwölf Milliarden Euro Vermögen einer der reichsten Männer Deutschlands. Der g...

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