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07.03.2019 / Feuilleton / Seite 11

Einmal Löwe mit Pommes

Logik des Drogenhandels und die Gang vom FBI: »White Boy Rick« im Kino

Felix Bartels

Dass ein Film ratlos macht, ist eines; was ganz anderes, wenn nicht einmal das noch stört. »White Boy Rick« über den zur Zeit der Handlung minderjährigen Drogenhändler Rick Wershe gelingt das Kunststück, eine außergewöhnliche Story so zu erzählen, dass sie völlig belanglos wirkt und gleichgültig lässt. Im gemächlich verrottenden Detroit der 80er wird Richard, genannt Rick (Richie Merritt), zum Informanten des FBI. Die Operation gerät außer Kontrolle, als er tiefer in die Geschäfte einsteigt. Der neue Reichtum behebt zunächst einige Familienprobleme, doch schließlich wird Rick verhaftet und trotz Minderjährigkeit zu lebenslänglich verurteilt.

Man kann es nicht höflicher sagen: Der Film ist ein Bündel verpasster Gelegenheiten. Die Fabel ist lustlos, eher zäh als langsam erzählt. Mehrfach wechselt das dramaturgische Konzept, kippt vom Personendrama in den Action plot und wieder zurück, und dabei wird weder Spannung gehalten noch ein Leitmotiv etabliert. Die ...

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