Der Schwarze Kanal
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06.03.2019 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Solidarität nach Marktgesetzen

Russischer Ölkonzern Rosneft hat sich im großen Stil in Venezuela eingekauft. Unternehmen dringt auf Rückzahlung von Krediten

Reinhard Lauterbach

Ende Januar versuchte Russlands stellvertretender Finanzminister Sergej Stortschak die Märkte zu beruhigen: Bisher habe Venezuela seine Schulden gegenüber Russland immer fristgerecht bedient. Die letzte Zinsrate im September sei in Höhe von 100 Millionen US-Dollar pünktlich geflossen; Russland »hoffe«, dass dies auch für den nächsten Kupon im März in derselben Höhe der Fall sein werde.

Indes: Wie ein russisches Sprichwort sagt, stirbt die Hoffnung als letztes. Denn in der Zwischenzeit haben die USA die Konten der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft PDVSA blockiert und verwehren dem Unternehmen jede Devisenoperation. Da PDVSA 96 Prozent der venezolanischen Importerlöse erwirtschaftet, ist nicht ersichtlich, woher Venezuela die Mittel für die nächste Zinszahlung nehmen soll, selbst wenn es sie leisten könnte und wollte.

Wie hoch die venezolanischen Schulden gegenüber Russland als Staat sind, wird offiziell nicht mitgeteilt. Die Nachrichtenagentur Reu...

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