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05.03.2019 / Ausland / Seite 2

»Von Beginn an auf Solidarität gebaut«

Nach Räumung von linkem Zentrum in Prag werden Kosten dafür in Rechnung gestellt. Ein Gespräch mit Bara Bazantova

Matthias István Köhler

Im Prager Stadtteil Zizkov war 2014 eine frühere Lungenklinik besetzt, die seitdem als autonomes soziales Zentrum genutzt wurde. Im Januar dieses Jahres wurde die »Klinika« geräumt – der Gerichtsvollzieher fordert von Ihnen nun 62.000 Euro. Warum?

Das wissen wir selber nicht genau. Als die »Klinika« 2014 besetzt wurde, hieß es bereits nach einer Woche, dass wir rausgeschmissen werden sollten. Damals stellten sich aber einige Politiker und Medienvertreter hinter uns. Wir konnten mit der Stadt einen Vertrag für die einjährige Nutzung des Gebäudes abschließen. Der Vertrag wurde zwar nicht mehr verlängert, wir blieben aber trotzdem. In den letzten drei Jahren waren wir in einem ständigen Rechtsstreit mit den unterschiedlichen staatlichen Behörden, die Eigentümer waren. Im November 2018 gab es in höchster Instanz das Urteil, dass wir illegal in dem Gebäude sind und die Behörden uns rausschmeißen dürfen.

Das haben sie dann aber zunächst nicht getan?

Nein...

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