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02.03.2019 / Feuilleton / Seite 11

Wissen wollte das niemand

Zehn Jahre Einsturz des Kölner Stadtarchivs: Schnipsel und Gutachterschlachten

Hans-Christoph Zimmermann

»Hydraulischer Grundbruch« – der Begriff hat sich den Kölnern tief ins Gedächtnis eingegraben. Mit diesem Wortungetüm begründet die Arbeitsgemeinschaft der am Kölner U-Bahnbau beteiligten Baufirmen (Arge) den Einsturz des Kölner Stadtarchivs. Also kein Pfusch am Bau, sondern eine quasi »natürliche« Ursache. Gemeint ist, dass in kurzer Zeit gewaltige Wasser- und Erdmassen in eine Baustelle strömen und so umstehenden Gebäuden regelrecht den Boden unter den Füßen wegziehen. Die Stadt Köln sieht das allerdings anders. Sie weist der Arge die Schuld zu und hat eine Schadensersatzklage eingereicht.

In wenigen Minuten stürzte am 3. März 2009 das Kölner Stadtarchiv in die Baugrube der Kölner Nord-Süd-U-Bahn am Waidmarkt. Die Archivangestellten konnten das Gebäude gerade noch rechtzeitig verlassen, doch zwei junge Männer fanden in den Trümmern den Tod. Erst nach mehreren Tagen konnten die Leichen der beiden geborgen werden. Köln entging dabei einer weit größeren Ka...

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