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23.02.2019 / Schwerpunkt / Seite 3

Geputscht und gewonnen

Mit dem Staatsstreich 2014 konnte der Westen die Ukraine weiter unter seine Kontrolle bringen. Das Land versank im Chaos

Reinhard Lauterbach

Im September 2013 veranstaltete die »Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde« in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt in Berlin eine Podiumsdiskussion zur Ukraine. Zu Gast waren verschiedene Vertreter der »demokratischen Opposition«, jedoch niemand von der Regierungsseite. Der Autor dieser Zeilen war dabei und erlebte die ukrainischen Gäste als deprimiert: Sie bekamen gegen den von ihnen als »prorussisch« geschmähten Präsidenten Wiktor Janukowitsch kein Bein auf den Boden. Sie flehten die EU geradezu an, in irgendeiner Weise zu ihren Gunsten zu intervenieren. Zu diesem Zeitpunkt liefen noch die Verhandlungen zwischen der EU und der Ukraine über das Assoziations- und Freihandelsabkommen. Es kann hier die These gewagt werden, Janukowitsch hätte seine Amtszeit zu Ende bringen können, hätte er dieses Abkommen im November 2013 unterzeichnet. Korruptionsvorwürfe hin oder her.

Aber Janukowitsch tat der EU den Gefallen nicht, sein Land auf Gedeih und Verderb...

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