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21.02.2019 / Ausland / Seite 8

»Bischöfe bei Vertuschungen zur Rechenschaft ziehen«

Konferenz im Vatikan soll Missbrauchsfälle in katholischer Kirche aufarbeiten. Ein Gespräch mit Christian Weisner

Kristian Stemmler

In den letzten Jahren sind Tausende Fälle sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester bekannt geworden. Jetzt will Papst Franziskus ein Zeichen setzen: Er lädt die Leiter der nationalen Bischofskonferenzen zu einem Treffen, das vom heutigen Donnerstag bis Sonntag dauern wird. Was erwarten Sie davon?

Dieser Gipfel ist dringend notwendig. Die Missbrauchsfälle sind seit Jahrzehnten bekannt, nur wurde und wird das Problem in vielen Teilen der Welt immer noch ignoriert. Dieses Tabu zu beenden, muss das erste Ziel sein. Es wäre schon gut, wenn in allen Ländern und auf allen Ebenen möglichst bald wenigstens das gleiche Problembewusstsein erreicht würde. Ich hoffe, dass der Krisengipfel das schafft. Aber Mentalitätswechsel erfordern Zeit.

Der Vorsitzende von »Wir sind Kirche International«, Colm Holmes, hat die Konferenz als »allerletzte Chance« für die Kirchenleitung bezeichnet, den Missbrauchsopfern zu beweisen, dass der Wille zu echten Reformen vorhanden ...

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