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20.02.2019 / Inland / Seite 8

»Man versucht, uns in Fulda die Lichter auszumachen«

Protest gegen Neonaziaufmarsch am letzten Wochenende. Antifaschist wurde wiederholt bedroht. Ein Gespräch mit Andreas Goerke

Markus Bernhardt

Sie haben am vergangenen Sonnabend in Fulda gegen den Aufmarsch der faschistischen Splitterpartei »Der III. Weg« protestiert. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Wir sind mehr als zufrieden. Am Sonnabend standen über 2.000 Antifaschisten knapp 130 Neonazis gegenüber. Unser Verein »Fulda stellt sich quer« hat erstmals auf eine eigene Demonstration verzichtet und nach der Auftaktkundgebung zum zivilen Ungehorsam aufgerufen. Wir hätten nie gedacht, dass sich so viele Fuldaer Bürgerinnen und Bürger anschließen würden. Das tat gut.

Was macht Ihre Stadt für extreme Rechte so attraktiv?

Schon in der Vergangenheit spielte Fulda in der Szene eine starke Rolle. Das reichte von Aktionen der »Wiking-Jugend« über gefestigte Strukturen um den Neonazi Thomas Brehl und die »Freie Kameradschaft Fulda« bis hin zur NPD. Um 2010 hatten wir im Landkreis die größte Gruppe der »Identitären Bewegung«, mit Einfluss auf das ganze Bundesgebiet. Viele von denen sind heute Funktionäre in der Af...

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