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16.02.2019 / Inland / Seite 5

Deutscher Mindestlohn macht arm

Studie: Stundensatz von zwölf Euro »einigermaßen existenzsichernd«

Ralf Wurzbacher

Der Mindestlohn in Deutschland ist auch nach der jüngsten Erhöhung weit davon entfernt, ein Leben ohne Armut zu ermöglichen. Nach einer am Donnerstag durch das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böck­ler-Stiftung veröffentlichten Studie müsste die gesetzliche Lohnuntergrenze sofort auf »annähernd zwölf Euro« angehoben werden, um »einigermaßen existenzsichernd« zu wirken. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Betrag auf 9,19 Euro, das sind 35 Cent mehr als im Vorjahr. Damit rangiert die BRD international zwar in der Gruppe der Staaten mit den nominell höchsten Mindestvergütungen. Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft reicht es aber lediglich zu einem Platz im unteren Mittelfeld.

Nach den Befunden der WSI-Forscher entsprach der 2017 geltende Mindestlohn von 8,84 Euro lediglich 42,5 Prozent des damaligen Durchschnitts- und knapp 48 Prozent des Medianlohns. Weil dieser Wert genau die Mitte der Lohnverteilung angibt und von extremen Aus...

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